Mast (Keel)

Länge: 80 -100 cm (für Anfänger besser 50 - 60 cm)

Stärke: 10 - 20 mm

Profil: Symetrisch (z.B. Eppler 836)

Der Mast ist sicher das anspruchvollste Teil eines Foils. Die enormen Hebel- und Drehkräfte müssen von im ausgehalten werden. Eine reine Holzkonstruktion würde hier (gerade bei langen Masten) schnell an ihre Grenzen stoßen. Eine Mischung aus Holzbauweise und Glas- oder Kophlefasern in Verbindung mit Epoxidharz ist hier sicher vorzuziehen. Eventuell muss zusätzlich ein Aluminiumprofil eingearbeitet werden.

Kurzer Mast

  • leichter zu starten
  • das Gleichgewicht wird leichter gehalten
  • leichter für Anfänger

Langer Mast

  • Vorteile bei Kabbelwellen
  • der obere Flügel bleibt eher im Wasser und verliert nicht die Führung
  • wendiger
  • höhere Geschwindigkeiten möglich

Generell gilt: je dünner das gewählte Mastprofil je schneller das System, aber auch um so größer werden die Ansprüche an die Steifigkeit der Konstruktion.

An dieser Stelle eine Anmerkung: Ich beschreibe hier das Zusammenspiel eines Wakeskates mit einem Hydro Foil. Dabei ist aber der Einsatzraum ganz entscheidend! Meine Planung muss natürlich von dem späteren Einsatz des Systems ausgehen. Will ich am Cable fahren oder hinter dem Motorboot/Jetski? Bei einem reinen Cable Einsatz brauche ich mir weniger Gedanken an Geschwindigkeit oder Wendigkeit machen. Das ist vom Betreiber der Anlage immer vorgegeben. Ich plane also ein Foil für einen Geschwindigkeitsbereich von konstant 30 Km/h ein.

Verbindungsstange (Fuselage)

Länge: ca. 75 cm

Höhe ca. 20 - 40 mm

Stärke: ca. 16 mm

 

Die Fuselage sollte man so einplanen, das man verschiedene Abstände zwischen den Flügeln (Wings) ausprobieren kann. Dazu empfiehlt es sich. variable, integrierte Gewindeaufnahmen einzubauen. Ansonsten gilt hier eine ausreichend stark dimensionierte Bauweiseum sowohl die auftretenden Kräfte als auch die verwchiedenen Befestigungsmöglichkeiten aufnehmen zu können.

Bei der Länge unterscheidet man zwischen

längere Fuselage

  • mehr Stabilität
  • Anfängergeeignet
  • höhere Geschwindigkeit

kürzere Fuselage

  • mehr Wendigkeit (was am Kable nicht unbedingt notwendig ist)

Vorderer Flügel (Frontwing)

Fläche: ca. 600 qcm

Profil: unsymetrisch (z.B. NACA 63-210)

Funktionen des vorderen Flügels:

  • trägt das Gewicht des Skaters
  • nimmt den Zug auf
  • sorgt für den Auftrieb

Hinterer Flügel (Rearwing)

Fläche: ca. 200 qcm (1/3 der Fläche des Frontwings)

Profil: unsymetrisch (z.B. NACA 63-219 wie Frontwing)

Funktionen des hinteren Flügels:

  • stabilisiert den Foil
  • sorgt eher für Abtrieb

Bei Anfängern sollte der Abstand zwischen Front- und Rearwing etwa 60-70 cm betragen.

Form von Front- und Rearwing

Zunächst versuche ich einmal den wichtigen Begriff Aspect Ratio (AR) zu beschreiben: Unter AR versteht man das Verhältnis zwischen Breite und Länge. Je breiter ein Flügel im Verhältnis zu seiner Profiltiefe ist, desto höher ist sein AR.

kleineres AR

  • dreieckige Delta-Form
  • Anfängergeeignet
  • fehlerverzeihend
  • leichter das Gleichgewicht zu halten
  • langsamer (was am Cable keine Rolle spielt)

größeres AR

  • sportlich
  • höhere Leistung
  • schwieriger zu fahren
  • bessere Angleiteitleistungen (bei KiteFoil wichtig; nicht am Cable)

 

 

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